Der Nachbarschaftsverband Karlsruhe
In den dicht besiedelten Räumen des Landes wurden 1976 sogenannte "Nachbarschaftsverbände" gegründet, um die Planungen zwischen den betroffenen Gemeinden besser abstimmen zu können. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Aufstellung eines gemeinsamen Flächennutzungsplanes. Die Aufgaben des Verbandes sowie die Zusammensetzung und Organisation der Verbandsversammlung oder sonstiger Organe aber auch die Finanzierung des Verbandes sind durch das Gesetz zur Verwaltungsreform vom 09.07.1974 in Verbindung mit dem Erlass des Innenministeriums zur Durchführung des Nachbarschaftsverbandsgesetzes vom 13.06.1975 und der Satzung des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe vom 11.02.1976 geregelt.
Dem Nachbarschaftsverband gehören elf Gemeinden an: die Städte Karlsruhe, Ettlingen, Stutensee und Rheinstetten, sowie die Gemeinden Pfinztal, Eggenstein-Leopoldshafen, Karlsbad, Waldbronn, Linkenheim-Hochstetten, Weingarten und Marxzell.
Die Mitglieder der Verbandsversammlung werden von den einzelnen Gemeinden delegiert und geben jeweils eine gemeinsame Stimme ab. Die Zusammensetzung sowie die Verteilung der Stimmengewichtung sieht wie folgt aus:
| Kommune | Stimmgewichtung | Vertreter |
| Karlsruhe | 60 | 16 |
| Ettlingen | 9 | 3 |
| Eggenstein-Leopoldshafen | 3 | 2 |
| Karlsbad | 4 | 2 |
| Linkenheim-Hochstetten | 3 | 2 |
| Marxzell | 1 | 2 |
| Pfinztal | 4 | 2 |
| Rheinstetten | 5 | 3 |
| Stutensee | 6 | 3 |
| Waldbronn | 3 | 2 |
| Weingarten | 2 | 2 |
| Landratsamt Karlsruhe | 0 | 2 |
| Summe | 100 | 41 |
Der erste Flächennutzungsplan wurde 1985 erstellt. Seit Juli 2004 liegt ein neuer, überarbeiteter Flächennutzungsplan (FNP 2010) vor. Seitdem wurden verschiedene Einzeländerungen genehmigt.
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Verbandsgebiet |
| Einwohner (31.12.2008) | 462.042 |
| Fläche in ha (31.12.2008) | 50 259 |
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